Freitag, 15. Juli 2005

Tag 11: Nochmal Teilereinigung

<< rückwärts   Schnellnavigation   vorwärts >>


Heut bin ich noch mal kurz zum Waschplatz gefahren und hab dort zum einen noch mal den Getriebeblock ordentlich abgeduscht. Zwar bin ich immer noch nicht in alle Ritzen gekommen aber der gröbste Dreck ist runter:




Am Waschplatz hab ich auch den Frontscheiben rahmen, insbesondere innen, von der Fettschicht und den Rostsplittern bereinigt.




So langsam krieg ich die Liste mit den Kandidaten für die erste Hohl- / Innenraumbehandlung zusammen:

-Frontscheibenrahmen
-Hecktüren hinten
-Fahrer- und Beifahrertür

Würde etsprechend Eurer Ratschläge damit folgendermaßen vorgehen:

1. Splitt in die Hohlräume und ordentlich Schütteln, damit so zumindest der gröbste Rost losgeschliffen wird.

2. Sandstrahlen, bzw. Lackschichten runterschleifen

3. Innenräume mit Fertan behandeln

4. Fertan mit viel Wasser ausspühlen

5. Innenrume mit Hohlraumwachs oder "Mike Sander's" konservieren

6. Aussenseiten füllern, grundieren, paar mal nachschleifen, nochmal grundieren / füllern und dann lackieren.

Richtig so?

Was brauche ich hierfür:

1. Splitt
2. Möglichkeit/Ausrüstung zu Sandstrahlen
3. Fertan
4. Wasser
5. Hohlraumwachs/Mike Sander's
6. Füller, Grundierung, Lack
7. Kompressor und Spritzpistolen
8. Strom.
9. Platz.

Mist, da waren sie wieder, meine drei Probleme. Kein Wasser, kein Strom, kein Platz…

Was neue Räumlichkeiten angeht habe ich eine neue Fährte aufgenommen. Da zeichnet sich möglicherweise was ab, was mich ein gutes Stück voran bringen würde. Wenn ich genaueres weiss, lass ich Euch es wissen.

Vorerst muss ich mit den Gegebenheiten vorlieb nehmen und das bedeutet:

Heute wieder Teilereinigung. Diesmal wieder im kleinen Stil…

Ich mache mich also an die Arbeit. Als erstes werden die Lüftungsschächte, die am Frontrahmen montiert waren, ordentlich saubergemacht. Die waren, insbesondere von innen wirklich starr vor Dreck. Tannennadeln, Blätter, Staubklumpen und dreckigem Schmierzeug (Hohlraumkonservierung des Scheibenrahmens).

Nach intensivster Behandlung mit den diversen Mittelchen (Rasant, Wasser, Kunststoffreiniger) sehen die jetzt aber dafür innen wie aussen wieder ganz manierlich aus.

Die beiden Teile sind soweit auch ganz in Ordnung, bis auf an einer Stelle (Photo Mitte). Da ist wohl irgendwann mal irgendwie der Kunststoff angeschmort.

Weiß jemand, wie das passiert sein könnte?



Dann habe ich heute mein lustige Schrauben-Bestandsaufnahme fortgesetzt und abgeschlossen. Für die Tage 1-7 weiss ich jetzt komplett, wieviele von welchem Schraubentyp, Dichtungsgummi, Unterlegscheibe, etc. ich benötigen werde, wenn ich die Karre irgendwann mal wieder zusammenbaue(n sollte).

Alle hier gezeigten Tütchen bilden quasi meine "Einkaufsliste". Die Teile links daneben sind alles irgendwelche Kleinteile, die ich ebenfalls nachkaufen muss.




Am Tag 10 hatte ich mein Sortiersystem ja schon beschrieben. Hier nochmal ein Bild dazu:

Aus der Tüte links habe ich eine Schraube rausgenommen und diese in die Tüte rechts gepackt. Auf die Tüte links hab ich einen Kringel mit einer "3" gemalt. Die rechte Tüte habe ich dann mit dem entsprechenden Tag, dem Kringel mit der "3" und mit der Anzahl der nachzukaufenden Schrauben beschriftet.

So kann ich mit der rechten Tüte losziehen, die Schrauben nachkaufen, und weiß anschliessend in welchen Karton und in welches Tütchen ich die neuen Schrauben umpacken muss.

Die alten Schrauben werde ich alle sammeln und dann, wenn es ans Sandstrahlen geht, zum Schutz der vorhandenen Gewinde, dort entsprechend einschrauben.




Als nächstes knöpfe ich mir die Schaltknöpfe vor.

Erstmal stellt sich die Frage: "Welche davon sind eigentlich original? Und: "Welche fehlen?". Doch dazu später.




Sauberkeit ist heute weiterhin das Stichwort. Die Teile hier sind doch mal echt richtig ordentlich verdreckt, oder? Also wird zum Rostlöser (ja, zum Rostlöser) gegriffen und die Teile werden erstmal eingesprüht, damit sich der Rost – äähm - der Dreck ein wenig "auflockert".




Den gröbsten Dreck nehme ich mit Lappen und langen Stoffstreifen (T-Shirt-Nähte) weg. Für die kleinen Ecken hab ich mir tatsächlich jetzt mal so eine Zahnarztpinzette besorgt.


Zahnarztpinzette




Damit klappt es echt genial. Ein kleines Stückchen Stoff in Rostlöser (WD40 oder Rasant) tunken und dann damit in die Ecken gehen. Man hat mit der Pinzette einen ganz schön festen Griff und kann unter entsprechendem Druck dem Dreck auch in feinen Rillen und Ecken richtig gut zu Leibe rücken.

Den Knüller habe ich aber mehr durch Zufall entdeckt. Ein Kumpel arbeitet als Cameramann beim Film. Dort benutzen sie immer ein Zeug namens "Dust-Off", um die Linsen staubfrei zu halten. "Dust-Off" ist eigentlich nix anderes als Druckluft aus der Dose. Ähnlich wie bei WD40 kann man auf den Düsenkopf ein kleines Röhrchen aufstecken.


Druckluftspray "Dust-Off




Mein Kumpel hatte mir irgendwann mal eine Dose "Dust-Off" geschenkt, die seither bei mir rumsteht.

Als ich so weit fertig war mit der Schalterreinigung fiel mir die Dose mit Dust-Off ins Auge. Bin damit nochmal über die Schalter drüber gegangen und hab so wirklich die letzten Restchen Dreck aus den Vertiefungen (siehe die beiden Schalter links unten) rausbekommen.

Das ganze funktioniert allerdings nur, so lange das WD40 noch nicht eingetrocknet ist.

Nun denn. Nach ordentlichem gerumfuhrwerke mit Lappen, T-Shirt-Nahtstreifen, der Zahnarztpinzette und "Dust-Off", können die Dinger sich doch mal echt sehen lassen, oder? Ich bin begeistert.

Aus alt mach neu!




Hier nochmal die Dinger vorher, zum Vergleich:




Als ich den Wagen heute in die Garage zurückgefahren habe, bin ich an ein Problem erinnert worden, das am Tag der Überführung zum ersten mal aufgetreten ist.

Ich glaube, das gleiche Problem wird derzeit auch bei www.buschtaxi.de diskutiert…

Wenn ich den Zündungsschlüssel eine Stufe drehe, klickt es in dem Relais links unterm Handschuhfach (siehe Bild).




Wenn ich dann zünde und der Wagen läuft, dann klickt es in unregelmässigen Abständen dort weiter und fängt teilweise sogar an in kurzen Abständen zu flackern. Am Anfang (vor Überführung) ist der Wagen erst gar nicht angesprungen und wir haben überall rumgesucht, woran das liegen könnte.

Haben dann rausgefunden, dass vorne im Motorraum das Gestänge (siehe Bild) irgendwie blockierte.



Wir haben dann etwas daran rumgeruckelt und gefummelt, dann sprang er auf einmal an.

Nachdem ich aber an der Zündung abgeschaltet hatte, ging er nicht mehr aus, sondern drehte fröhlich weiter.

Erst, als wir das "Gestänge" vorne (Mitte links im Bild) ausgehakt haben, ging er wieder aus.

Das gleiche ist heute wieder eingetreten…

<< rückwärts   Schnellnavigation   vorwärts >>


_________________________________________________________



3 Kommentare / Ratschläge

Anonymous Anonymous hat gesagt...

Hängt wahrscheinlich mit dem Starterelais zusammen.
Wenn es eine Macke hat, kann es zu den geschilderten Problemen kommen.

Starterrelais mag

KEINE FEUCHTIGKEIT ,

deshalb ist es auch im Innenraum plaziert.
Durch deine "Waschorgie" (grins),hat es sicherlich Feuchtigkeit abbekommen.
Relais schön fett mit WD40 einsprühen.
Joe Six..

<$BlogCommentDateTime $>

 
Anonymous Anonymous hat gesagt...

Ok das ding ist die Edic! Das reagiert sehr anfällig auf falschen strom!
wenn deine Batterien zB nicht den Anforderungen gerecht werden! oder du irgendwo nen wackler hast oder durch rost oder dreck irgendwo der Kontaktwiederstand zu groß geworden ist.

<$BlogCommentDateTime $>

 
Anonymous CptBlaubaer hat gesagt...

Der ober post ist auch von mir, hab ab jetzt ne Id hier! :-)
Ich hab mit dem Scheiß ding auch mal Probleme gehabt. Hab fast die ganze Elektronik/Kabel ersetzt bis ichs weggekriegt habe (Stück für Stück)
Während der Zeit habe ich das EDIC "überbrückt, indem ich die mechanische Kopplung zwischen dem Stellmooter und der Einspritzpumpe abgenommen habe. Dann Fuhr der Toyo ohne Probleme nur konnte man ihn nicht mehr ausmachen.
Also habe ich einen Seilzug von der Einspritzpumpe in den Innenraum verlegt (Bremsbaudenzug aus dem Fahrradladen). Damit habe ich dann aus dem innenraum die Einspritzpumpe auf "aus" gezogen und der Moter ging sauber aus.

Problem: Es gibt auch eine "Start" stellung in die müßte man drücken (nicht ziehen), das geht natürlich mit dem Baudenzug nicht. Die Startstellung braucht man unter normalen bedingungen nicht der 3B Motor startet auch so. Nur in großer Höhe (luft dünn) und großer Kälte machts vielleicht probleme.
P.S.: Ich habe irgendwo die Schaltpläne für das Steuergerät und die angeschlossenen Geräte.

<$BlogCommentDateTime $>

 

Kommentar posten

<< Home

Zum Seitenanfang / Das Experiment jetzt weiterempfehlen!

Flattr this

___________________________