Sonntag, 13. September 2009

Tag 207: Ahlglatt

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Oh Leute!

Ich versuche gerade irgendwie klar zu kommen, um das anstehende Umzungs-Monstrum zu besiegen.

Was die künftige Location angeht werde ich mich mangels Alternativen wohl nun auf einen Kompromiss einlassen. Mein Vermieter teilt mir im ersten Stock einen ca. 30 Quadratmeter großen Bereich ab. Es gibt einen Lastenaufzug, wo allerdings weder Karosserie, noch Fahrgestell rein passen. Daher brauche ich noch eine zweite Lager-Location. Es wird wohl auf einen Container hier auf dem Gelände hinauslaufen. Wobei auch hier wahrscheinlich nicht genug Platz für Fahrgestell UND Karosserie sein wird. So prüft mein Vermieter, wo er ggfs. die Karosserie noch unterbekommt.

Dann würde ich mich die nächste Zeit auf Motor, Getriebe, Kabelbaum, ggfs. erste Karosserieteile und Dinge wie Lüftung oder Seilwinde kümmern. Das Zeug könnte ich dann sukzessive zum Container rüberschaffen und dort einbauen.

Nun denn. Das Ziel ist, das der Cruiser die Werkstatt hier ROLLEND verlässt. Zumindest das Fahrgestell. Und das rückt so langsam in greifbare Nähe.

Und so werden wir uns hier nun mühsam voranfräsen.

Der Rahmen hat zwischendurch noch ne zweite Lackschicht bekommen und ich hatte jede Menge Rennerei zur Beschaffung noch benötiger Materialien wie Schrauben, Imbusschlüssel, Bohrer, Ahlen, Dichtmasse etc.)

Bzgl. Schrauben habe ich mich nun für M10er Normalgewinde-Schrauben in der Festigkeit 10.9 entschieden. Welche genau zeige ich gleich.

Die Schrauben habe ich bei Wegertseder gefunden und bestellt. Den Link hatte jemand von Euch hier eingestellt. Das lief absolut super! Wenn auch schweineteuer. Und zu allem Übel musste ich noch ein zweites Mal nachbestellen, da die vorderen hinteren Federaufnahmen M12er Schrauben bekommen mussten.




Neben den Schrauben habe ich jeweils noch Muttern und Unterlegscheiben bestellt.




Als Muttern habe ich tatsächlich die von Euch hier mehrmals genannten Flanschmuttern genommen.




Die Schrauben haben einen Halbrundkopf mit einem Imbus-Innensechskant.






Die Unterlagen sind wohl nur Festigkeit 10.0, wenn's das gibt.




Für diese Schraubenkopfform habe ich mich entschieden, weil wir damit die Chance bekommen, die originale Nietoptik einigermaßen wiederzuerlangen.




Wenn die Schrauben fest angezogen sind, kommt ein Klecks von dem Sikaflex-Zeug rein.






Beim Zusammenbau der Radnaben haben wir festgestellt, dass ich gar keinen vernünftigen Imbus-Schlüssel besitze. Diesen Satz habe ich mir anlässlich der anstehenden Aktion jetzt doch mal besorgt.




Das Zeug hier hat dafür gesorgt, dass ich an diesem Abend nicht wirklich weiter gekommen bin. Hatte in Erinnerung, dass ich Kleber von Loctite da habe. Das war aber leider der Dichtungskleber...




Aber vorbereiten kann ich noch ein paar Dinge.

Zum Beispiel die neuen Schrauben entfetten.

In Silikonentferner.




Bade bade.




Und schön trockenrubbeln.




Ach ja. Die Löcher müssen auch noch vorbereitet werden. Die original Nietlöcher hatten einen Durchmesser von 9 Millimeter, bzw. 11 Millimeter bei der vorderen hinteren Federaufnahme.

Die Schrauben sind aber leider M10. M9er kriegt man nämlich gar nicht so ohne Weiteres, wie ich herausgefunden habe.

Also habe ich mir einen 9,7er und 11,7er Bohrer und eine 10er und 12er Ahle geholt. Die Bohrer, um die Löcher aufzubohren und die Ahlen, um die Löcher innen zu glätten.





ACHTUNG: (bei der Gelegenheit)

Der kleine Werkzeugladen gegenüber meiner Bushaltestelle wird Ende des Jahres dicht machen, weil das Pärchen dann in Rente geht. Ich glaube, Ihr tut den Beiden einen großen Gefallen, wenn Ihr mit allen Euren Freunden bis zum Jahresende leer kauft.
Es gibt dort neben kleinen Drehmaschinen (Proxxon), Handwerkzeugen, Bohrern, Drehmaschinenwerkzeuge, Schleifern etc. noch ewig viel Zeug, was sich ohne weiteres und ohne großartige Kosten mit der Post verschicken lässt.

So wie ich das überschaue hat der mehr oder weniger nur vom Feinsten und das in allen Größen und Ausführungen.

Er hat eine kleine Webseite, die aber nur eine grobe Übersicht der Bandbreite zeigt, die er dort in seinem kleinen Lädchen hat.

Ruft einfach mal an, falls Ihr grad irgendeinen bestimmten Bohrer, Schleifer etc. braucht. Oder macht mit Euren Kumpels ne Sammelbestellung. Dann kann er sicher mehr an den Preisen machen.

Ich sag nur: Alles muss raus!

Auch wenn's schade ist, wenn dann ein weiterer kleiner Nachbarschaftseinzelhändler hier verschwindet.

Die Webadresse ist: www.drehstähle.de

Fänd's cool, wenn der eine oder Andere von Euch dort was finden würde.

Bei mir waren's gesagt diesmal wieder Bohrer und zwei Ahlen.




Die eine Aale war ne günstige, aber dafür keine Maschinenahle. Da musste ich mir ein Stück abflexen.




So passt se in die Maschine.




Und dann geht die fleißige Bohrerei und Ahlerei auch gleich los. Erstmal bohre ich alle Teile einzeln. So um die hundert Löcher.







Dort, wo Teile bei der "Anprobe" geschabt haben, pinsel ich ein bisschen Lack drüber und schiebe das Teil dann zur Montage mit noch feuchtem Lack drauf.




Einmal alles zusammensetzen, um zu prüfen, ob alle Schrauben in alle Löcher passen.








Bei ein paar Schrauben muss ich nochmal nachbohren und –ahlen.






Für's Schrauben anziehen hab ich mir schon mal einiges an Werkzeug bereit gelegt. So auch die zwischenzeitlich erworbene Locite-Schraubensicherung.

Aber hier sind wir schon beim nächsten Tag. Tag 208. Und der kommt nächste Woche...

;-)

Frohes Schaffen!

Tsuppari







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