Mittwoch, 27. Juli 2005

Tag 14: Letzte Fahrt und weiter geht's

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Ein ereignisreicher Tag. Nach der ausgiebigen Reinigungs- und Umzugsphase habe ich heute (wie man unschwer am aktuellen Stand des Teilezählers erkennen kann) endlich mal wieder geschraubt.

Doch das ist nicht alles. Im Verlauf des Arbeitstages habe ich zwei erhebliche Durchbrüche erzielt und es gab Besuch….

Doch jetzt mal alles der Reihe nach.


Die letzte Fahrt

Der erste Schritt heute war beinahe der schwerste. Als ich den Wagen in der alten Garage mit dem verbleibenden, bald benötigten Werkzeug und den abgebauten Teilen beladen habe, um alles zur neuen Garage zu bringen, wusste ich: Das wohl die letzte Fahrt mit meinem Rosthaufen werden. Für eine sehr sehr lange Zeit.

Viel Zeit zum Nachdenken oder gar sentimental werden gab es aber nicht, denn ich erwartete Besuch.




Der Besucher

Kaum in der neuen Bleibe angekommen kam der auch schon. Und zwar in einem grünen 3er BJ.




Joe Sixpack, als vorbildlicher Ratschlag- und Kommentarabgeber eine der tragenden Säulen des Experiments in den ersten 13 Tagen, ließ es sich nicht nehmen, doch mal persönlich vorbei zu schauen und das Experiment vor Ort mal live und handfest zu begutachten.

Nach einem gesunden Handshake, einer herzlichen Begrüßung und einer ungesunden Zigarette (die von Joe sind noch ungesünder als meine ;-) ), hab ich erstmal die Gelegenheit genutzt und mal verglichen, wie einzelne Teile und insbesondere Verkabelungen bei ihm und bei mir aussehen und dabei auf viele in den letzten Wochen gestellte Fragen noch zusätzliche Antworten gefunden.

Links Joe’s, rechts meiner:






Oben Joe’s, unten meiner:






Die original Schall- und Hitzematte werde ich wohl kaum irgendwo original nachkaufen können…




Die Winkel für die Montage des Überrollbügels auch nicht aber hier kann mann sich sicherlich selber helfen oder von einem Schlosser helfen lassen:




Nachdem wir auf die nähere Begutachtung meines Wagens übergiengen war Joe’s erster Kommentar: "Na, so schlecht sieht der ja gar nicht aus…" und: "Den Motor lässt Du aber zusammen, oder?"

Mmh. Zweiteres kann ich eigentlich noch nicht sagen. Eigentlich soll der ja auch komplett überhohlt werden. Oder besser nicht? Ist ja eigentlich Teil des Experiments… Was meint Ihr? Vielleicht werde ich demnächst mal eine Umfrage dazu machen und lasse Euch dazu abstimmen…




Weiter im Text

Wir haben noch ein ganzes Weilchen gefachsimpelt, einige Teile näher begutachtet, ich hab noch ne Menge Fragen gestellt, Joe hat geduldig geantwortet und am Ende gab's noch ne kurze Einführung in das Thema Schweißen – Schweißen, Grundkurs 1, erste 10 Minuten der ersten Kurseinheit sozusagen. Naja, ich weiß auf jeden Fall jetzt mehr als vorher (da wusste ich weniger als gar nichts) und freue mich schon so ein Schweißgerät das erste Mal in der Hand zu halten.

Zu guter letzt begutachteten wir noch gemeinsam den Frontscheibenrahmen und als sich Joe verabschiedete war ich plötzlich wieder auf mich allein gestellt. Mit schwerwiegenden Folgen…

Danke Dir Joe, für Deinen Besuch. Du bist jederzeit wieder herzlich willkommen!


Der erste Durchbruch des heutigen Tages


Nun denn, Ärmel hochgekrempelt und an die Arbeit.

Bleiben wir gleich beim Frontscheibenrahmen. Auseinanderbauen was auseinanderzubauen geht ist das Motto und so ist die Scheibe im Frontscheibenrahmen dran.

Bei allen anderen Scheiben hat meine Methode, die Dinger rauszunehmen wunderbar geklappt. Hier nicht. Einmal kurz nicht aufgepasst, ein kaum höhrbares "Knack" und ein netter Kleiner Sprung verschönert die Frontscheibe.

So eine Scheiße! (Sorry, ich muss es jetzt mal sagen). Mit Glas habe ich scheinbar kein Glück. Den Rückspiegel hatte ich mir ja ausch schon versaut. Und das war auch noch ein Spiegel!!! Wieviel Jahre Pech gibt das? Und dann fand der Umzug auch noch an Tag 13 statt. Böse Omen. Jetzt heißt es aufpassen. Nicht unter Leitern durchgehen, keine Katzen von links über die Straße lassen und keinen Schirm in der Garage aufspannen.

Nun denn. Passiert ist passiert. Der Sprung ist da und jetzt nehme ich die Scheibe mit brachialer Gewalt komplett raus.

Ich tröste mich damit, dass die Scheibe an einer Stelle aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen blind war. Das hatte mich immer schon gestört und ich hätte die Scheibe deswegen aber nicht ausgetauscht. Jetzt brauche ich notgedrungen eine Neue…




Am "befreiten" Scheibenrahmen offenbart sich indes das volle Ausmaß des Rostfraßes und ich denke es wird immer wahrscheinlicher, dass auch der Rahmen erneuert werden muß. Teurer Spaß.




Nach kurzer Frustpause geht's weiter. Die Motorhaube kommt ab und ich fahre den Wagen in die Garage.




Anschließend fahre ich den Wagen in die Garage. Ich nehme Lenkrad und einen Teil der Lenkkonsole ab, entferne das Kabel, dass die beiden Batterien miteinander verbindet und das war's.

Diesen Platz wird das Rostmonster nicht mehr so schnell verlassen. Und wenn es dann tut, dann hoffentlich wieder komplett montiert, funktionsfähig, ohne Rost und in neuem Glanze.




Ich räume noch ein Weilchen in der Garage auf, sortiere Werkzeug ein,




räume alle Karosserieteile zusammen



und mache mich an zweiten Durchbruch des heutigen Tages. Diesmal ein positiver…


Der zweite Durchbruch

Im Laufe des Tages habe ich, nachdem ich ewig durch die Garageneinfahrten hin und her gelaufen bin, wenn ich etwas in der einen Garage brauchte, dass aber in der anderen Garage lag, festgestellt, dass die Garagenwände aus jeweils zwei Teilen bestehen und nicht fest verschweißt, sondern nur verschraubt sind.

Also hab ich mir kurzerhand den Akkuschrauber geschnappt und damit begonnen, Schrauben zu lösen. An der Stütze in der Garagenmitte war das auch kein großes Problem. Für das Lösten der Schrauben an der Rückwand musste mir allerdings meine Freundin beistehen, da jemand die Schrauben von innen festhalten musste, während ich, nachdem ich über die Garage hinter die Garage geklettert war, hinten die Muttern gelöst habe. Alle bis auf eine. Dort waren Mutter und Schraube dermaßen verwatzt, dass ich weder mit Schraubenschlüssel, noch mit Zange, noch mit sonst was einen vernünftigen Griff bekam.

Ich dachte schon, dass mein Vorhaben heute erstmal scheitern würde, als mein Nachbar Peter im Garagenhof eintrat. Er hat mir, nachdem ich ihm das Problem geschildert habe, seine Flex geliehen, um die Schraube abzuflexen. So bekam ich unerwartet heute die Gelegenheit für eine persönliche Premiere, das erste mal mit einer Flex zu arbeiten. Mannomann, vor so einem Teil kriegt man ja ganz schön Respekt. Mit geliehener Schutzbrille und übergezogener Kapuze meines Kapuzenpullis hab ich mich dann also wagemutig ans Werk gemacht und nach einigen vorsichtigen Versuchen die Schraube in die Vergangenheit geschickt.

Das Resultat: Aus zwei mach eins. Jetzt habe ich tatsächlich einen riesengroßen Durchgang durch beide Garagen, werde mich hier richtig schön austoben können und kann (bis auf die kaputte Glasscheibe) nach einem sehr erfolgreichen Arbeitstag ins Bett fallen….






Archivmaterial
























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3 Kommentare / Ratschläge

Anonymous Anonymous hat gesagt...

Bevor hier einige in`s Grübeln kommen:
Vergleich Joe`s/Tsu`s Auto.
Zweite Bildreihe:
Der kleine Filter ( markiert auf dem Bild mit Nr. 2) an meinem Auto, ist ein zweckentfremdeter Benzinfilter & nicht original.
Verhindert, daß Schmutz in die Scheibenwaschdüsen kommt (hat sich bewährt), wird reglemäßig so alle zwei Jahre getauscht.
So lo..
Joe Six...

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Zu Bild 1 Bremsservo (eingekreiste Nr. 1)
Hallo Tsu,
Am Samstag unterhielten wir uns über diese elektr. Anschlüsse am Hauptbremszylinder.
Aus deine Frage was die bewirken, meine Antwort:
Keine Ahnung (grins)
Gestern Abend fiel es mir wie Schuppen von den Haaren.
Unter deinem linken Holm/am Einstieg sitzt ein “Bemsunterdruckbehälter (oder wie das Ding heißt ).
Toyota hat ein Warnsystem eingebaut, das sich durch Summen bemerkbar macht, wenn an diesem System der Druck nicht aufgebaut wird bzw. eine Undichtigkeit vorliegt / macht es sich durch lautes Summen bemerkbar.
Dieses System gibt häufig Fehlalarm. Schon nachdem man das Auto abgestellt hat und ein paar Tage nicht gefahren ist, ertönt dieser Summer // nervt // so dass er bei den meisten Cruisern stillgelegt sein dürfte.
Bei mir ist er stillgelegt.
Kurze Rede langer Sinn , ich vermute dass diese beiden “Schuhe “ dafür da sind.
Sollte jemand es besser wissen, bitte schreiben.
Joe Six….

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Hallo Tsuppari,

danke übrigens für die Primus-Lampe. Sie ist unversehrt und heile bei mir angekommen!

Viel erfolg weiterhin mit deinem experiment.

ich tippe auf 1587 Teile an Tag 20

viele grüße aus Kiel

Jörn

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