Montag, 19. September 2005

Tag 22: Heizung und Lüftung

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Die Flex – Teil 2:

Bevor das Schweißgerät geliefert wird, muss die Schweißunterlage fertig werden. Beim letzten Mal hatte ich damit begonnen, eine alte Herd-Abdeckung zu entlacken.

Die schmalen Streifen, die ich mit der Flex fabriziert hatte schrieen meiner Meinung nach einem Exzenterschleifer. Ich wurde von Euch eines Besseren belehrt und erfuhr im Rahmen der "Fragerunde von Tag 21", dass ein Drahtbürstenaufsatz für die Flex es durchaus auch tun würde.




Also bin ich wieder mal losgezogen, um mir einen solchen Aufsatz zu besorgen. Es standen zwei unterschiedliche Ausführungen zur Auswahl. Einer mit so komisch ineinander verdrehten, harten, und ein fächriger mit etwas weicheren Borsten. Wie man am Bild unten sieht habe ich mich für den fächrigen entschieden.

Eine Fehlentscheidung, wie sich herausstellte, denn der Aufsatz hat gerade mal gar nichts an dem Herdabdeckplattenlack ausrichten können und den eher gestreichelt als ordentlich rangenommen.




Also musste ich jetzt doch auf die normale Flex-Flächerscheibe zurückgreifen und hab das Ding halt konventionell entlackt.

Anschließend wird die blanke Platte noch auf die Werkbank verschraubt und fertig ist mein künftiger Schweiß-Arbeitsplatz.




Mein Freund der Regen

Bei der anschließenden Inspektion meiner Regen-Auffang-Anlage stelle ich fest, dass es hier tatsächlich an der Zeit ist die Ursachen am Schopf zu packen, anstatt die Auswirkungen zu bekämpfen. Dabei entsinne ich mich eines Kommentars der letzten Woche: "Du sollst den Wagen restaurieren und nicht die Garagen." Recht hat er, doch wird mir hier wieder mal nichts anderes übrig bleiben, als – im Hinblick auf die anstehende Jahreszeit - demnächst mal etwas Teer aufzukochen, aufs Dach zu klettern und die diversen Löcher zu flicken.




Weiter im Text

Letztes Mal hatte ich mir den Ventilator für die Innenraumbelüftung vorgeknöpft – danke übrigens für die vielen extrem hilfreichen Kommentare – und fahre heute mit dem Innenraum Heiz- und Lüftungssystem fort.




Bevor es ans Auseinander bauen geht, schieße ich erstmal diverse Bilder von dem Teil, um nachher die diversen Schräubchen und Federn wieder an die richtige Stelle zu bekommen.








Das Herzstück, der Innenraum-Mini-Kühler, sieht so aus, als hätte es seine besten Jahre wohl hinter sich, muss voraussichtlich ersetzt werden und landet auf dem Haufen der Einkaufslisten-Teile.




Die Einzelteile werden in der Reihenfolge der Demontage samt Schräubchen und Kleinteilen aufgereiht und abgelichtet.




Dann geht's an die Teilereinigung. Beim Entschlacken der Metallteile hilft der – ebenfalls auf Eure Ratschläge hin gekaufte – Messing-Bürstenkopf für die Bohrmaschine. Der bewirkt tatsächlich kleine Wunder und die Metallteile werden mit relativ geringem Aufwand blitzblank.

Leider habe ich noch keinen Kompressor, um hier gleich mit Klarlack, bzw. Grundierung drüberzuduschen, sodass ich mir erstmal mit Rostlöser helfe und die Dinger für die Zwischenlagerung einfette.




Beim Entfernen der Klebereste von den Lüftungsklappen helfe ich mir vorerst noch mal mit dem Teufelszeug von Silikonentferner. Werde hier wohl demnächst mal den Ratschlag von "Kart" befolgen und ne Dose/Flasche Dichtungsentferner organisieren.




Das Werk ist vollbracht. Alle Komponenten sind von Öl, Dreck und Kleberesten befreit. Lediglich das Haupt-Gehäuse habe ich mir noch nicht vorgeknöpft.

Irgendwie ist es schon frustrierend, dass ich derzeit immer damit beginne etwas auseinanderzubauen, es zu reinigen, und es dann aber nicht gleich wieder zusammenbauen kann, weil irgendwelche Teile, Werkzeug oder sonstiges fehlen.

Ich glaube, so langsam ist der Punkt erreicht, an dem ich mal loslege und schon mal ein paar Teile nachbestelle oder sonst wie organisiere.




Auf jeden Fall fehlt mir von den größeren Geräten noch ein Kompressor. Da ringe ich gerade mit mir, ob ein kleiner Kompressor reicht und ich ihn nur zum Grundieren oder Füllern von Teilen nehme, oder ob ich mir was Größeres hinstelle, um damit zumindest kleinere Teile mal sandstrahlen zu können. Dann bräuchte ich aber gleich noch eine kleine Kleinteil-Sandstrahlkabine. Außerdem sollte der Kompressor dann so um die 350 Bar Ausgabeleistung haben, das bedeutet ca. 90 Liter Kessel und möglicherweise Starkstrom…

Aua Aua. Der Rattenschwanz wird immer länger…

Aber es macht Spaß!

ARCHIVMATERIAL





















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9 Kommentare / Ratschläge

Anonymous Anonymous hat gesagt...

Hallo,
für Dein Garagendach empfehle ich Dir Regendicht von Westfalia, Best.Nr.465724. Habe bei mir noch was zu machen, wenn was übrig bleibt könntest Du den Rest haben.
Hast Du schon mal dran gedacht, Kleinteile, die nicht so beansprucht werden, mit der Spraydose zu grundieren und lackieren? Dann könntest Du schon mal wieder was zusammenbauen.
Gruß Steffen

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

Guten Morgen Frühaufsteher,

danke für Dein Angebot. Käme ich gerne drauf zurück...

Das mit der Spraydose hab ich natürlich noch nicht bedacht. Klasse Idee. Gibt es irgendeine Empfehlung, von welcher Firma der Klarlack und die Grundierung aus der Dose taugt?

Wünsche Dir und allen anderen Besuchern einen schönen Tag und eine erfolgreiche Woche.

Liebe Grüße

Tsu.

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Wahrscheinlich geht jetzt ein Aufschrei durch die Gemeinde, aber ich hab immer Nigrin Spray genommen. Für Teile wie deine Lüfterklappen u.ä. dürfte das o.k. sein.
www.toplac.de hat anscheinend Spraydosen aus dem Programm genommen. Dort findest Du jedoch eine gute Auswahl rund ums Lackieren. Spraydosen gibts u.a. bei www.lackspray.de.
Gruß Steffen

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

350 bar ??
Das ist doch sicher ein Tippfehler!!!!

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

ups, peinlich peinlich.

ich meinte nicht die ausgabeleistung und auch nicht bar, sondern die fülleistung mit 350 l/min. sorry. druck sollte bei 10 bar liegen. von elektra beckum gibt's da den 600D aber der braucht starkstrom... und ist sicherlich völlig überdimensioniert...

gruß

tsu.

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

hab mir schon gedacht 350 Bar.. jo hey irgendwas mach ich falsch. :)
mein starkstrom-kompressor hat 13 Bar - und der is schon recht groß. 350 Bar.. des wär mal was, hehe.

btw. die seite hats schon zu meiner startseite geschafft.
ein kumpel von mir is grad in australien und auch er hat sich bevor er gefahren ist, deine seite als startseite eingerichtet, damit ers dann ja nicht vergisst nachzulesen (er ist bei tag 19 nach australien gefahren). :)

gruß
yo^chi

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

hey yo^chi, 13Bar und Starkstrom - da werd ich ja ganz neidisch...

freut mich, dass Dir die Seiten hier gefallen! und, btw: beste gruesse nach Australien!!!

Tsu.

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Hi,
an deiner Stelle würde ich solche versteckten Kleinteile, die nachher eh nicht mehr zu sehen sind, entweder nur mit dem Pinsel (oder der Rolle) lacken oder mit der besagten Spraydose.
Ansonsten besteht die Gefahr, daß man sich "totrestauriert", indem man jedes noch so kleine Teil in einen absolut perfekten Zustand bringen will, und am Ende garnicht mehr vorankommt.
Bei später sichtbaren Teilen hat man schon genug damit zu tun, daß sie perfekt aussehen... ;-)

Gruß,
Richard

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

hallo,
also wegen dem sandstarhlen, ich hätte vieleicht ne alternative, hab mir vor kurzem für meinen hd (hochdruckreiniger) einen aufsatz zum nass sandstrahlen gekauft. vorteile meiner meinung:
1. hd geht mit 220V
2. der sandstaub wird durch das wasser gebunden und verteilt sich nicht so sehr.
3. du kannst größer teile sandstrahlen ( türen, karroserie,...) da du den sand einfach in einer schubkarre lagern kannst
4. es reicht einfacher schwemmsand von der baustelle ( gibts fast umsonst bei jedem baubetrieb)

noch fargen: faber_ch@gmx.net

bye chris

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