Sonntag, 7. Januar 2007

Tag 87: Geordneter Rückzug

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So.

Das neue Jahr ist angebrochen und es gibt viel zu tun.

Lasst uns also ohne große Umschweife ans Werk gehen.

Sorry, dass ich mich in den letzten zwei Wochen nahezu komplett zurückgehalten und kaum auf Eure lieben Jahresglückwünsche und Kommentare geantwortet habe. Mit dem 56K-Modem bei meinem Vater zu Hause war nicht wirklich was anzufangen…

Dafür geht es jetzt aber mit großen Schritten voran, wenn auch erstmal rückwärts.

Der Tag des Garagenabrisses rückt unvermeidlich näher und ich muss zusehen, wie ich das Feld bis zum Ende des Monats geräumt bekomme.

Was eine neue Lokalität angeht, könnte sich möglicherweise was attraktives Neues ergeben, sodass ich das Jahr trotzt des anstehenden (vorübergehenden) Rückzuges voller Zuversicht und Tatendrang angehe.

Auch wenn's schade und ärgerlich ist: Alles muss raus!




Bis auf das Fahrgestell werde ich wohl alles in meine Lagergarage gestopft bekommen. Das Gestell werde ich wahrscheinlich dann mit ner Plane drüber auf dem Gelände einer Spedition hier nebenan zwischenparken.




Im Regal auf der Fahrgestell-Seite lagert nicht all zu viel Zeug. Im Wesentlichen die Spurstangen, Batterien, Schweisshelme und die Kartons der letzten Arbeitstage (an denen ich tatsächlich was am Wagen gemacht habe).




Auf der rechten Seite sieht's da schon ganz anders aus. Hier hat sich wirklich ne Menge Zeugs angesammelt.




Einschub

Im Rahmen meiner Weihnachts-Familienbesuchstournee durch Deutschland (Berlin / Sachsen / Hessen / Nordrhein-Westfahlen / Berlin) war ich unter anderem auch bei dem Kumpel, der meiner Rostlaube damals in seiner Scheune Unterschlupf gewährt hat. Der hatte mich vorab schon informiert, dass er noch ein Tütchen von mir hätte. Nein, nicht, was der Eine oder Andere von Euch jetzt denken mag: Ein Tütchen mit Schrauben. Und zwar vom Cruiser.

Seit ich vor Wochen seine SMS bekommen hatte war ich neugierig, welche Schrauben das denn sein könnten.

Jetzt hab ich das Tütchen und bin kaum schlauer:




Drin sind einige Original-Toyota-Schrauben, ein zugeschweisstes Toyota-Türschloss, diverse Nicht-Original-Schrauben und diverse Schrauben und Kleinst-Teile, die ich nicht zuordnen kann.




Da wir damals gemeinsam das Dach zusammengebaut hatten, gehe ich davon aus, dass die Schrauben von den Dachteilen kommen. Das Türschloss erhärtet diesen Verdacht. Wahrscheinlich ist es von der Heckklappe.




Woher diese Schellchen allerdings stammen könnten??? Keine Ahnung.




Und wofür sind diese Schrauben samt der komischen Gewindedinger?




So eine hier habe ich auch noch gefunden:

Komisch komisch.




Naja. Bis ich versuche, das Dach wieder zusammenzubauen, wird noch einiges Wasser den Rhein runterfliessen. Vielleicht bin ich bis dahin schlauer.

Jetzt geht es aber erstmal weiter ans Garage-Auseinandernehmen.

Ich fange an mit dem Kleinkram, der über die Wand oberhalb der Werkbank verteilt ist.




Dabei springt mir das eigentlich für den Getriebetransport gebaute Paletten-Rollbrett ins Auge.

Ich könnte doch….




Jawoll! Gute Idee. Einfach das ganze Zeug auf die Palette geladen und rüber damit in die Lagergarage.




Die erste Fuhre Kleinkrams wäre also schon mal weggepackt.




In Anbetracht meiner knappen Zeit (einen Nachmittag die Woche ist Landcruiser-Experiment-Garagentag) ist es sicherlich ratsam zu versuchen, gleich mehr auf einmal zu schaffen.

Ein Blick nach links in der Garage bringt mich auf eine Idee.




Der Arbeitstisch wird abgeräumt und ratzefatze wird aus der Mini-Ladepalette eine MAXI-Ladepalette.




Und weil es so viel Spaß macht, machen wir aus der MAXI-Ladepalette gleich noch eine MEGA-LADEPALETTE.




Jetzt kann nichts mehr schief gehen.




Bis auf die Schweißanlage und ein bisschen Kleinkram…




..ist der Schuppen schon fast leer geräumt








Die Reise kann beginnen.

Erstmal über ein bisschen Kopfsteinpflaster.




Bis es "KNACK!" macht.

Wie es aussieht ist die Palette außer Stande, das Ladegewicht auszuhalten.

WasnÄrger!

Ich versuche es mit einer Schnell-Stabilisierungslösung…




aber wie es aussieht hilft das auch nichts.

Das Risiko ist einfach zu groß, auf dem Weg zur Lagergarage ein Rad zu verlieren und das ganze vollbeladene Ding umkippen zu sehen (und vielleicht noch unter dem Plörres begraben zu werden).

Wie ärgerlich! Könnte ausrasten!




Zum Glück ist mein Garagennachbarschutzengel Peter zur Stelle und bietet mir an, schnell den ganzen Kram in seinen Transporter zu laden und rüberzufahren.

Was werd ich ohne den Kerl nur machen?!?!?

Schnell sind die ganzen Sachen rübergeladen…




…und die blöde Megaladepalette wird zum Regal- und Tischtransporter degradiert.

Peter fährt mit dem Wagen vor und ich rolle mit Palette, Regal und Tisch hinterher.




Das Regal wird ins Lagergestellt und wieder vollgeladen.




Die Palette samt Tisch wird reingerollt und erstmal geparkt.

Feierabend.




Gute Aussichten?

Auf dem Weg in meine Werkstattgaragen bin ich heute mit dem Insolvenzaufkäufer ins Gespräch gekommen, von dem ich das heute umgelagerte Tischgestell gekauft hatte. Er hat hier auf dem Gelände diverse Hallen und Freiflächen für die ganzen Maschinen, Einrichtungen und Gerätschaften angemietet, die er aus Konkursmassen raus- und dann wieder verkauft.

Weil es ja immer nicht schaden kann, mit möglichst vielen Leuten zu reden und er zudem noch ein netter und interessanter Kerl ist, habe ich ihm von meinem Garagenproblem erzählt, und, dass ich jetzt irgendwas als Übergangslösung suche.

Darauf hin sagt er mir, dass er hier (der Finger zeigt fünf Meter weiter) zwei Überseecontainer stehen hat, von denen er einen für mich leer räumen und dann an mich vermieten könnte. Strom wäre auch kein Problem, den könnte er mir rüberlegen.




Schluck!

Das wäre ja mal eine Alternative.

Ob ich denn theoretisch auch beide Container haben könnte?! Die Dinger sind zusammen fast genau so groß wie meine derzeitigen Werkstattgaragen. Einziger richtiger limitierender Faktor wäre sicherlich der fehlende Durchbruch, aber bevor ich ganz auf der Straße stehe…

Ja, das könnte er möglicherweise auch einrichten, aber er hätte auch noch eine Garage, die vielleicht für mich interessant sein könnte.

Und so führt er mich zwanzig Meter weiter zu einem unscheinbaren "Garagentörchen".



Als er das "Törchen" aufmacht und mir zeigt, was sich dahinter verbirgt, bleibt mir fast die Luft weg.

Er müsse mal sehen, ob der die Garage leer räumen könnte und sich Gedanken darüber machen, was er an Miete dafür verlangen müsste, aber er hätte durchaus Interesse, das Ding zu vermieten.

Leute, das wär's!!! Jetzt heißt es: Feste Daumendrücken! Schnell aber auch die Euphorie runterschlucken, damit die Enttäuschung danach nicht zu groß ist.

Mal sehen, was 2007 so bringen wird…



P.S. Vielen Dank übrigens für das positive Feedback zur Linkliste. Werde die bei Zeiten immer wieder mal ergänzen.

Auch auf die Weltkarte haben sich einige von Euch neu eingetragen. Supercool! Für alle, die noch etwas zögern werd ich demnächst mal ne kurze Anleitung schreiben. Weiss immer nicht, ob die unkomfortable Bedienung, oder die Tatsache, dass man seine Emailadresse dort ageben muss, mehr von einem Eintrag abschreckt. Vielleicht geht das irgendwann ohne Emailadresse. Ich selbst hab für solche Einträge immer eine extra Emailadresse bei Hotmail, die im Fall das Falles ordentlich zugespammt werden kann. Freue mich über weitere Einträge!

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5 Kommentare / Ratschläge

Anonymous CptBlaubaer hat gesagt...

Moin,

erstmal wünschce ich viel Glück, dass das mit dieser Garage dann klappt! Es sei denn du ziehst privat weg dann wäre eine Garage hier wohl nicht so perfekt!

Und dann noch:
Deine Batterien solltest du möglichst nciht in der Kälte lagern und auch zwischendurch mal aufladen!
Bleibatterien (insb. Starterbatterien) mögen es gar nicht tiefentladen zu werden, und Batterien, die rumstehen, entladen sich von selbst.

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Moin!

seit ich dieses Projekt ab Tag 18 miverfolge möchte ich jetzt endlich mal sagen wie sehr ich deine Motivation, Zielstebigkeit, unerschütterlichen Optimismus und Improvisierfreude bewundere !!! Super ! So wird das auf jeden Fall was Gutes!
Nebenher hast du mich auch so sehr mit-motiviert, dass ich jetzt voller Tatendrang in meinem Schuppen "klar Schiff" mache um mich meinen drei Fiat Mirafioris zu widmen.
Durch die tollen Tips und Ratschläge der Mitleser gewinnt man auch ein Wissen an das man sonst so gar nicht rankommt. Ein grosses Lob an ALLE!
Wünsche dir das deine kühnsten Garagenträume wahr werden und alles gut für dich läuft !!!
So, genug geschwafelt, tot toi, toi,
Gruß,
Max. (nähe HH)

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Hallo,
die "Schellchen" in der hinteren Reihe sind Blechmuttern. Die steckt man an einem Blechfalz bzw. Rand an und kann dann Schrauben einschrauben.
Es gibt die Muttern für Blechschrauben und für metrische Gewinde.
An der Stelle, wo die Muttern gesteckt werden, muss es eine Bohrung im Blech haben.
Bilder zur Anwendung hat es zB. auf folgender Seite:
http://www.misterdotcom.de/Einbauanleitung_Heckblech.pdf

Grüsse aus der Schweiz

Christian.

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

blaubär: mann, das mit den batterien hab ich schon wieder vergessen. die eine hab ich im sommer schon mal aufgeladen und wollte dann immer wieder die zweite auch laden... gut, dass du mich dran erinnerst! glaube, dieser hinweis war auch letztes jahr schon mal von dir gekommen!

Max: Danke, danke, danke!!! Kommentare wie Deiner sind der Motor meiner Motivation! Es freut mich super, dass Dir das hier nicht nur Spass macht, sondern dazu selbst motiviert deine sachen anzupacken. so wird das was! ordentlich gegenseitig befruchten! auch dein Lob an Alle kann ich nur nochmal verstärkt unterstreichen!!! eine super Bande hat sich hier zusammengerottet. ;-) stichwort: was wir alleine nicht schaffen....

christian: Schon wieder so ein super schleierlüftender Superkommentar. Da wär ich im Leben nicht drauf gekommen, aber so wird mir einiges klar. es kann sein, dass die Blende oberhalb der Windschutzscheibe zwischen Scheibenrahmen und Dachhimmel damit befestigt wird. Werde das gleich die Tage mal im Teilekatalog nachschlagen.

Liebe Grüße an alle

Tsu.

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Moin moin,

erstmal ein großes "RESPEKT" zum Experiment...ich habe spontan die letzten zwei Wochen damit verbracht alles zu lesen was es hier zu lesen gab. (Manch einer brauch halt etwas länger um auf das Experiment zu stoßen)
eigentlich wollte ich zu den schwarzen Schellen sagen das ich die aus unserem alten L040 kenne und die dort unter anderem genutzt werden um die Lautsprecher in der Türverklaidung zu halten, dementsprechend für ähnliche Zwecke, wie zum Beispiel den Dachhimmel etc. genutzt werden könnten... aber da kam ich dann wohl auch wieder zu spät :-)

So denn, viel Erfolg noch ... mal sehen wie lange es bei mir dauert bis ich jetzt mit einem Experiment anfange...

Michi W

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