Sonntag, 24. Februar 2008

Tag 138: Ständerverstärkung

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Hallö.

Wir schreiben den 26. Februar 2008 und so langsam nähern wir uns dem dritten Jahrestag des Landcruiser Experimentes.

Die Karre ist mittlerweile komplett zerlegt und man mag kaum glauben, dass auch schon erste Arbeiten gelaufen sind, die man tatsächlich als "Restauration" bezeichnen kann.

Bevor wir heute in die Materie einsteigen, soll aus gegebenem Anlass endlich mal ein alter Missstand beseitigt werden.

Seit Beginn der Arbeiten am Experiment kommt die musikalische Untermalung der Arbeiten aus meinem "kleinen gelben sprechenden Kasten". Das Ding hatte ich damals mal bei Ebay ersteigert. Leider hatte der Verkäufer kein Netzkabel mitgeschickt, sodass ich das Radio bislang (wir hatten schon öfter mal drüber diskutiert) immer mit Batterien betrieben habe.




Keine Ahnung, wie viele Batterien dabei bisher drauf gegangen sind. Ich tippe mal so auf 30-50 Stück. Da schlägt der letzte Rest meines verbliebenen ökologischen Gewissens dann noch so langsam mal Alarm und ich habe mir jetzt endlich so ein Universal-Netzteil zugelegt, wie es einige von Euch schon mal empfohlen hatten.




Diese Dinger kann man am Netzteil auf unterschiedliche Volt-Stärken einstellen und hat dann einige unterschiedliche Stecker zur Verfügung, um das über das Netzteil wahlweise unterschiedliche Geräte mit Strom zu versorgen.




Die Freude über meine neue Errungenschaft währte allerdings nur recht kurz.

Das Ding tat's nämlich nicht.

Nein, nicht nur ein bisschen nicht, sondern GAR NICHT.

Zwei verschiedene Stecker kamen in Frage, welche Volt-Einstellung ich nehmen sollte war eindeutig und nach vielem Umstecken und Rumprobieren stand fest: Das Ding tut's nicht. Wackelkontakt? Doch ein falscher Steckeradapter?

Auf jeden Fall keinen Saft.




Zum Glück kam Daniel, der polnische Mitarbeiter meines Lackierernachbarn, genau in dem Moment, als die Flüche in mir hochkochten, vorbei.

Auch er kam bei der Überprüfung von Steckeradaptern und Volt-Einstellung zum gleichen Ergebnis wie ich. Aber er sah darin kein großes Problem.

Ob ich ein Stück Kabel hätte.

Zack, Batterieklappe auf, zwei kurze Kabel an jeweils beiden Enden abisoliert, das eine Kabel an den Minus, das andere an den Pluspol der Batteriefedern geklemmt, das Ende vom Universal-Netzadapter abgeknipst, auch hier die Kabel abisoliert und dann die beiden Kabelenden der Batteriepolkabel mittels einer Lüsterklemme an die Enden des Universaladapterkabels verbunden.




Ungefähr so lange wie Ihr zum Lesen hat Daniel gebraucht, um dem kleinen gelben sprechenden Kasten neues, permanentes, steckdosengefüttertes Leben einzuhauchen.

Schade, dass man nicht selber gleich auf solch naheliegende, wunderbar pragmatische Lösungen kommt. Für's nächste Mal weiß ich bescheid.




Hinten noch schnell ein Loch in die Batterieabdeckung gebohrt, das Kabel durchgeführt und fertig.

Jetzt kann ich endlich mal wieder volle Pulle aufdrehen, ohne, dass ich ständig zum Super- oder Baumarkt rennen muss, um neue Batterien zu kaufen. Das entlastet Gewissen und Geldbörse ungemein!

Also gleich 100.6 "Motor FM" reingetuned und los geht's!

Wer jetzt traurig ist wenn ich sage, dass wir hier in Berlin mit "Motor FM" einen der wenigen mir bekannten (echten) Musik-Sender haben, der kontinuierlich rockige Musik spielt und der dabei noch zusätzlich interessante Beiträge, Interviews, Platten- und Buchvorstellungen, Konzertinfos etc. im Programm hat, den kann ich gleich trösten: Motor FM hat auch nen Radio-Player im Internet. Dorthin geht's über www.motor.fm Und wer früh genug aufsteht und dies hier früh genug liest, der hört vielleicht auch den kleinen Beitrag über das Landcruiser Experiment, auf den ich selbst total gespannt bin.




Wo wir gerade bei rockiger Musik sind: Ich weiss nicht, ob es hier irgendwen interessiert, aber im Sommer spielen "Rage Against the Machine" drei Konzerte in Deutschland. Bei Rock am Ring, auf Rock im Park und bei einem Solo-Konzert in Berlin. Wer Rage Against the Machine wie ich bereits von der Liste der Bands gestrichen hatte, die man mal live rocken könnte, da es sie (eigentlich) nicht mehr gibt, sollte schnell zuschlagen, bevor die Karten weg sind. Am besten gleich bestellen bei Getgo oder bei www.ticketcenter.de. Ich denke mal, dass die Jungs live richtig ordentlich Gas geben. Also schnell Ticket kaufen, da die Karten insbesondere für's Konzert hier in Berlin sicherlich recht schnell weg sind.

Gas geben ist aber jetzt auch hier angesagt. Vor allem, um die ersten Sonnenstrahlen des Jahres noch ein wenig zu genießen.

Heute ist ein herrlich schöner Tag.

Mit einem Kumpel, der sein Motorrad in meiner Lagergarage unterstellen möchte, habe ich heute Vormittag dort mal ein klein wenig aufgeräumt und so viel Platz geschaffen, dass dort jetzt mehr als ein Motorrad reinpasst.

Allerdings sind ein paar der dort ausgeräumten Gegenstände jetzt hier in der Werkstatt gelandet. Darunter die Schaltzentrale aus den Wellblechgaragen, die restlichen Kabelrohre…




…und alle Kabelreste.

Die hiesige Steckdosensituation hat mich dazu bewogen, hier demnächst ein paar Strippen zu verlegen und an ein paar mehr Stellen (als nur vorne am Garagentor und hinten an der Lackierkabine) Steckdosen anzubringen.

Demnächst. Nicht heute. Keine Angst.




Heute genießen wir dieses hammergeile Wetter. Da kommen so richtig Erinnerungen an die Anfangstage im Experiment und die vergangenen beiden Frühlinge und Sommer hoch.

Aber auch für das Schwelgen in Erinnerungen haben wir keine Zeit.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir so langsam aber sicher bei den Achsen vorankommen, rückt der Tag unvermeintlich näher, an dem wir uns auch dem Trumm von Leiterrahmen zuwenden werden.



Und der braucht Platz. Da wir durchs Aufräumen in der Lagergarage dort heute jede Menge Platz gewonnen haben, können wir also schon mal ne ganze Menge Zeug von hier in der Werkstatt nach drüben in die Werkstatt schaffen.

Darunter die mit Reifen, Felgen und zu sandstrahlenden Teilen beladenen Einkaufswagen.




So wird es auch gleich schon lichter.




Was mir, ähnlich wie der Batteriebetrieb des gelben Kastens, schon seit langem ein Dorn im Auge ist, ist der Motorständer.




Den hatte ich vor geraumer Zeit bei Ebay gekauft und hatte dabei mental ausgeblendet, dass es durchaus sein könnte, dass dieses relativ günstige, in China produzierte Teil, nix taugen würde.

Und er taugt tatsächlich nicht viel. Denn nach und nach neigt sich der ca. 250kg schwere Motor kontinuierlich weiter bedrohlich nach vorne.




Eigentlich wollte ich den Motor bis auf weiteres auch rüber ins Lager schieben. Aber so wie der überhängt möchte ich das auf keinen Fall riskieren. Neulich erst hab ich ihn vorne mit einer Holzplatte abgestützt, damit ich nicht eines Morgens eine böse Überraschung erlebe und den Motor nicht mehr auf dem Ständer, sondern auf dem Garagenboden finde.




So habe ich mir jetzt endlich mal ein langes Vierkantrohr und ein Stück Flachstahl vom Schrottplatz nebenan besorgt, um eine Verstärkung zur Sicherung des Motors auf dem Motorständer zu bauen.




Eine wundervolle Gelegenheit, um heute endlich mal die volle Bandbreite des Werkzeugarsenals einzusetzen und vor allem mal wieder die Flex zur Hand zu nehmen.






Erstmal wird das Rohr entrostet.




Dann beginnen die Zuschneideaktivitäten.




So langsam fühle ich mich gut in Übung und benötige grad mal ne gute halbe Stunde, bis alle Einzelkomponenten für die Motorständerstütze fertig sind.




Dann kann auch gleich die Schweißerei losgehen.

Gut, dass ich mein Rechtwinkelwerkzeug (Ihr erinnert Euch an Tag 45 (Rechtwinkel-Hilfsmittel-Bauanleitung an Tag 45) aufgehoben hatte.

Das kann ich nämlich heute wieder ziemlich gut gebrauchen.




Und heute kann ich ENDLICH ENDLICH auch mal wieder zur Schweißmaschine greifen.




Da sowohl der Flachstahl, als auch das Vierkantrohr eine Stärke von 3mm haben, muss ich heute mal auf volle Pulle gehen und das Gerät auf Stufe 6 mit entsprechendem Drahtvorschub einstellen.




So schnell kann ich gar nicht zur Kamera greifen, wie ich mit dem Ding fertig bin:




Und im Vergleich mit den ersten Schweißversuchen Tag 45 sehen die Nähte größtenteils auch ganz manierlich aus.




…größtenteils…






Aber ein paar richtig schöne Nähte sind schon dabei. Vor allem im Vergleich mit den Nähten am Karosserieständer. Damals.




Na prima.




Wo ich gerade beim Schweißen bin, wende ich mich gleich auch der Achsdämpferhalterung zu. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die Diskussion von Tag 134. In der Halterung fehlt ein Gewinde und wir hatten aufwändig überlegt, wie wir vorgehen könnten, um ein neues Gewinde reinzubekommen. Felix meinte schließlich, dass ich das Loch einfach zubruzzeln und ein neues Gewinde reinschneiden sollte.



Und genau so machen wir das. Ratzefatze ist das Loch zugebruzzelt.

Auf der einen Seite kann ich die Überstände gleich mit der Flex wegschleifen.




Auf der Rückseite komme ich mit der Flex nur bedingt ran. Da werde ich mir einen neuen Aufsatz für den Druckluftschleifer besorgen.




Die Halterung hatte ich an Tag 55 demontiert.

Da die Gummidämpfer schon recht marode sind hatte ich mir mit einer der Bestellungen von neulich neue in Australien bestellt.




Wo wir jetzt schon geflext, geschliffen und geschweißt haben, können wir auch gleich mit Lackieren weiter machen.

Die Motorständerverstärkung wird entfettet und in der Lackierkabine aufgehängt.




Da ich heute mit schwarzem lack hantieren werde, decke ich die ganzen anderen im Lackierraum rumliegenden Teile vorsichtshalber ab.

Im Nachhinein betrachtet ist das eigentlich totaler Quatsch, denn die Teile sollen ja auch alle mal schwarz werden. So ich denn irgendwann tatsächlich noch an den Bohrinsellack komme…




Zum Anwärmen des Lacks wird erstmal meine High-Teck-Lackanwärmestation aufgebaut.




Und dann bekomme ich endlich Gelegenheit, den Super-Glasurit-Lack…




…und vor allem mein gut gehütetes Geheimnis auszuprobieren:




Die SATA Jet 3000 RP DIGITAL




Weiss gar nicht, wie lange ich mich schon darauf freue, die endlich mal auszuprobieren.




Der große Clou daran ist der digitale Mikrometer zur Feineinstellung des Luftdrucks.




Ihr erinnert Euch vielleicht an Tag 115. Da hatten wir im Detail über die Funktion und Einstellung des Mikrometers gesprochen, als es um die Einstellung der HVLP Füllerpistole ging.




Im Nu ist der Lack angemischt und die Halterung schwarz eingeduscht. Ein erhabenes Gefühl. Keine Nasen, keine unlackierten Bereiche. Einfach nur eine tief schwarze Oberfläche.

Astrein!




Schnell die Pistole reinigen und zurück in den Safe damit.

Was kommt als nächstes?

Das Hinterachsdifferenzial ist montiert und eingestellt. Allerdings müssen die Kardanwellenflansche noch gesandstrahlt, gefüllert und lackiert werden,






bevor ich das Diff in den Achskörper einbaue.

Den habe ich heute nochmal von innen ordentlich gereinigt.




Am Achsende habe ich mittlerweile das Klebeband entfernt




Hier muss ich nochmal mit Bremsenreiniger bei gehen und mit Drahtbürste oder irgendeinem Schleifaufsatz auf dem Stabschleifer bei gehen.




Das Achsinnere scheint kein Strahlgut oder anderen bösen Dreck abbekommen zu haben.

Nichtsdestotrotz werde ich das Achsinnere sicherlich nochmal richtig ordentlich durchspülen.




Bevor's nach Hause geht wende ich mich noch schnell der Bremsscheibe der Vorderachse samt Halterung zu. Die beiden wollen noch voneinander getrennt werden.




Bei der einen Seite hatte die Trennung wunderbar funktioniert. Mit Hammer und Gewalt gegen unschuldige Bolzen.

Die Halterung habe ich heute schnell abgeklebt und für's Lackieren vorbereitet.






Bei der anderen Seite kann ich zwar die Bolzen entfernen, nicht aber die zwei Schrauben, die das ganze zusätzlich verbinden.




Und da habe ich mir heute die Schraubenköpfe beim Lösungsversuch dermaßen versaut, dass ich jetzt keinen Griff mehr mit der Nuss bekomme.

Au Waia! Bisher hatte ich ja letztendlich doch alle Schrauben gelöst bekommen. Und zur Not per Flex. Diese hier liegen so bescheuert, dass ich noch nicht mal mit meiner Superzange dran komme.

Mal schaun, ob da noch was draus wird….




Auf jeden Fall hab ich heute durch die Aufräumarbeiten schon richtig ordentlich Platz gewonnen.






Auf dem einen Tisch hab ich mir auch schon mal alle Kartons herausgesucht, die im Zusammenhang mit den Achsen in den nächsten Wochen angegangen werden.




Bin gespannt, auf welche Überraschungen ich dort stoßen werde.




Einige weitere Teile, die ich noch kaufen muss, habe ich heute mal aufgelistet, damit ich's nicht vergesse. Muss mal schaun, wann ich dazu komme, die dann auch endlich mal zu bestellen.




Für heute machen wir Feierabend!




Aber bevor ich mich verabschiede habe ich noch eine Info für Euch!

Es gibt bei meinem Stamm-Werkzeugfachgeschäft, das, ungünstig für mein Portemonnaie, günstig für mein Zeitmanagement, genau gegenüber meiner Bushaltestelle auf den Weg zur Arbeit liegt, diese Woche eine kleine Lagerräumungsaktion.



Der Laden ist spezialisiert auf Feinwerkzeuge (Gewindeschneider etc.) und hat aber trotz der relativ kleinen Ladengröße ein unschlagbares Sortiment vom Bit über Hammer und Zangen bis hin zu Messuhren, Elektrowerkzeugen, kleinen Drehmaschinen etc. Und alles nur vom Feinsten.



Gerade für die Berliner unter Euch bietet sich diese Woche sicherlich an, dort das eine oder andere echte Schnäppchen zu machen. Wer mag kann ja auch im Internet mal vorbeischauen unter: www.drehstaehle.de

So, und jetzt muss ich los…

Euch allen wünsche ich eine produktive Woche!!!

Mit den allerbesten Grüßen

Tsuppari


P.S. Horror. So viel hab ich ja ewig nicht geschrieben.

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8 Kommentare / Ratschläge

Anonymous Anonymous hat gesagt...

Willkommen in der Zukunft, Peer ;-)

Der Motorständer ist ein Montageständer, kein Lagerständer.
Nimm den Motor raus bis du da bei gehst. Ich habe gesehen dass im Achskörper noch die Lager drin sind; aua. Hoffentlich ist da kein Dreck reingekommen.
Weitermachen!

Gruß Steffen

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

Moin Steffen,

die Lager im Achskörper kommen neu! Keine Sorge ;-)

bis später!

Tsu

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Zur Schraube: Im Notfall ein Loch (gut ankörnen, scharfer Bohrer) inden Kopf bohren, bis du diesen leicht entfernen kannst, dass das geklemmte Teil entfernen und den Rest das gewindes mit einer Zange rauswurschteln. Leider erkennt man auf dem Bild wenig bis gar nichts, daswegen sollte sich noch jemand dazu äussern, der das Bauteil vor Augen hat.

Der Bü, der sich rage against the Machine selbstverständlich am Ring ansehen wird.

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Allmecht, der Tsuppari braucht Unterstützung für seinen Ständer - wie soll das alles noch ausgehen ??? :-))))))

Schön, wenn alles so läuft wie gedacht - man merkt der Frühling kommt !! Ansonsten stimme ich meinem Vorredner zu, man sollte ein besseres Foto der abgedrehten Schraube haben. Frag´ mal in Deinem Superwerkzeugladen nach eine Links-Metallbohrer, der bohrt nur wenn die Bohrmaschine auf Linksdrehung eingestellt ist. Da bei diesem Vorgang meistens noch die Schraube selber mitrausgedreht wird, könnte das helfen (logo , wie mein Vorredner: Supergut ankörnen, guten Halt/Stand suchen, Zeit lassen).
Es grüßt
der Gelbi

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Hallo,
Hier ein Schlossertrick:
Du kannst versuchen auf die Schraube etwas aufzuschweissen, z.B. eine Mutter, dann kannst Du mit der Klemmzange halten.
Am besten versuchst Du die Schraube zu lösen, sobald sie nur noch dunkelrot glüht. Durch die Wärme lässt sie sich unter Umständen noch besser lösen.
Es ist auch möglich ein Stück Flachstahl anzuschweissen, dann hast Du gleich einen Hebel. Das Problem bei dieser Lösung ist, dass der Weg hier durch die Nabe begrenzt ist, das heisst Du hast nur etwas mehr als eine halbe Umdrehung zur Verfügung dann muss die Schraube los sein oder Du musst den Hebel abbrechen und neu anschweissen.
Pass aber auf, dass Du die Schraube nicht an die Bremsscheibe anschweisst.

Ein anderer Schlossertrick ist folgender: Versuche mit einem Meissel die Schraube zu lösen. Einfach rechts vom Schraubenzentrum, möglichst nahe am Rand, den Meissel mit der schmalen Seite so ansetzen, dass er sich in das Material gräbt, wenn Du mit einem Hammer auf den Meisselkopf schlägst.
Darauf achten, dass die Scheibe gut liegt (mit Schraubzwinge festklemmen).
Mit Gefühl schlagen!

Schöne Grüsse aus der Schweiz

Christian.

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Anonymous Martin aussm Süden hat gesagt...

... und wenns garnicht klappt, dann gib mir das Teil, ich gebs in den Werkzeugbau. Schlimmstenfalls wird das halt rauserodiert :-)

Gruß Martin

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

zu den bremszangen:
ich dachte man braucht dehnschrauben und deswegen auch neue schrauben?
dann wollte ich noch darauf hinweisen dass ich denke dass man den lack an den passflächen zwischen bremszange und achse entfernen sollte. da die schrauben eventuell nicht darauf dimensioniert wurden das der lack noch als zusätzliches elastische schicht dazwischen liegt. bei einer schraubendimensionierung berechnet man sowas ein. auch sollte man die passflächen nicht strahlen da sie eben sein müssen um die kräfte richtig zu berechnen.da kann sich mit der zeit die zange lockern.
denke aber nicht dass das soviel ausmacht das bisschen abtrag.
bin allerdings nicht 100% informiert inwiefern die schrauben neu sind oder ob man welche braucht.
wollte das thema nur sicherheitshalber nochmal ansprechen.
bei dehnschrauben ist mein wissenstand folgend bin mir aber nicht ganz sicher:mann könnte sie nochmal nehmen,macht es aber nicht da man sie nachdem sie gedehnt sind nicht mehr definiert anziehen kann.(dh es gibt keine möglichkeit zu wissen wie fest ist die schraube)wegen ihrer eigenschaft dehnschraube bringt da der drehmomentschlüssel nichts man muss sie drehwinkelgesteuert anziehen.
ich hoffe meine hinweise helfen weiter, wünsche noch viel erfolg beim experiment
schöne grüsse aus dem süden deutschlands
alex

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

So, sorry, dass ich mich jetzt erst nochmal melde.

@Bü, Gelbi, Christian und Martin: Jetzt erinnere ich mich, dass wir diese ganzen Schraubenentfernungsarten schon vor langer Zeit mal durchgekaut hatten. Allein das mit dem linksdrehenden Bohrer ist neu. Schlaue Sache. Weiss alledings gar nicht, ob mein Bohrer auch links drehen kann. Die Schraube ist mittlerweile jedenfalls raus. Wie verrate ich später. Soviel nur jetzt schon: Völlig unspektakulär. ABer gut zu wissen allemal!

@Bü: Dann wir ja bei Dir gleich mehrfach gerockt, am Ring!!!

@Gelbi: Endlich greift einer die einladung zum despektierlichen Scherz auf und macht die naheliegende Bemerkung zum Titel von Tag 138 ;-).

@alex: die passflächen hatte ich vorm strahlen und lackieren abgeklebt. hatte mir schon geacht, dass es hier nicht gut wäre, was an der oberfläche zu verändern. was die schrauben angeht, hatten wir glaube ich, gemeinsam fest gestellt, dass es sich bei den Bremszangenschrauben nicht um Dehnschrauben handelt. Im Zylinderkopf hab ich so welche. Als ich damals mit einem Freund den Zylinderkopf runter hatte, hatte ich nen Sat neue Schrauben bestellt. Die 16 Stück sollten, soweit ich mich erinner um die 80 oder sogar 160 euro kosten. die hab ich dann ganz schnell wieder zurück geschickt. wenn ich den kopf nochmal runternehme, muss ich wohl auf jeden fall neue kaufen. aua.

so, und jetzt beste grüße nach überall hin wo sie ankommen!

tsu

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