Montag, 19. Januar 2009

Tag 179: Es windet sich

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Kommt, wir machen noch mal schnell nen Analysetag zum Thema Seilwinde.

Die groben Brocken und die vorige Woche zusammengestückelten Schrauben habe ich erstmal zur Seite gepackt.

Beim Studium der Unterlagen und beim durchforsten der "fertig lackiert Kartons" oben auf der Empore habe ich allerdings noch weitere Teile benötigt, die ich zusammen mit den anderen Teilen jetzt erstmal zusammensammeln möchte.

Eben hatte ich auch noch einen Anruf von Jörg aus Süddeutschland auf der Mailbox, der mir gesagt hat, das er "das Seilwindenteil" rumliegen hat und es mir schicken würde. Rufe Dich später mal an, Jörg. Bin gespannt, welches Du meinst... ;-)





Neben den vorige Woche bereits gefundenen restaurierten Teilen (Knüppel plus die vorderen beiden Teile) habe ich ein weiteres Anbauteil hervorgekramt, das ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bringen scheint.




Da passt nämlich der Schaltknüppel vorzüglich hinein (wenn hier im Bild auch falsch herum eingesetzt).




Nur, dass im Handbuch eine völlig andere Konstruktion dargestellt wird. Keine Ahnung, warum ich mein Teil hier nicht finde?!?!




Die Schrauben dürften erstmal komplett sein, wenn ich auch noch einige nachkaufen muss.




Die, die noch nicht angeflext, ausgerissen, oder deren Köppe noch nicht rundgeschraubt wurden, knöpfe ich mir schnell vor, um wenigstens schon mal die Gewinde nachzuschneiden.




Und das haben die echt nötig.




Schnell noch prüfen, welche Steigung das Gewinde hat.

Steigung 1,25. Standard für M8er Schrauben, wie ich wenig später in meinem Werkzeugladen gegenüber erfahre.

Den musste ich nämlich nach der heutigen Schraubennachschneideaktion aufsuchen.




Ich kam auf die glorreiche Idee, den Gewindeschneider einfach in den Schraubstock einzuspannen, um dann die Schrauben einfach mit dem Ratschenschlüssel reinzudrehen und sie dabei nachzuschneiden. Die Faulenzermethode sozusagen.




Das hat sich als keine so gute Idee erwiesen. Bei der fünften Schraube gab es einen riesen Knall und das Schneideisen ist mir in mehreren Teilen um die Ohren geflogen.

Zum Glück nur um die Ohren und nicht in die Augen. Eine Schutzbrille hatte ich nämlich nicht auf.

Glück gehabt! Dem Knall nach zu schließen steckte in den Dingern beim rumfliegen die Energie eines Granatensplitters. Und so was macht sich bestimmt nicht so gut in den Augen, der Schläfe, am Kehlkopf oder im "Lendenbereich".




Beim Schneiden der Innengewinde gehe ich klassisch vor.




Auf der Suche nach weiteren Teilen reicht es nicht, nur den Teilekatalog zu studieren.



Ich muss nochmal die Rechenmaschine konsultieren und ich nochmal durch die alten Tage scrollen. Irgendwas muss doch da noch fehlen.




Und in der Tat. In einem der vielzähligen Kartons werde ich nochmal fündig.




Ich finde den Griff vom Schaltknüppel und die Knüppelfixierung, die auf Beinhöhe rechts neben dem Fahrer montiert war.




Außerdem finde ich die beiden Halterungsstreben mit denen die Winde überhaupt erst auf der Stoßstange montiert wird.




Aber der Zugmechanismus fehlt noch irgendwie.

Den finde ich nach ner Menge Scrollerei ebenfalls in einem der vielen Kartons.




Blöd nur, dass ich dieses Ding vor drei Jahren schon mal mit der Drahtbürste gereinigt habe und es inzwischen schön Flugrost angesetzt hat. Wie doof. Und auf der einen Seite ist der Schaft, in den der Zug einläuft, eingerissen. Mache ich demnächst mal noch ein Photo von. Keine Ahnung, ob ich da ran muss, oder ob man die Macke hinnehmen kann.




Auf jeden Fall ist es hier schön warm. Die Heizkanone habe ich in die Nebengarage gestellt, von der eine unverschlossene Tür in meine Werkstatt führt. So kann die Kanone schön den Sauerstoff aus der Nachbargarage absaugen und einen Teil der Abgase auch nach dort wieder zurückjagen.

Alle Nase lang mache ich aber sicherheitshalber doch mein Garagentor raus, um den Frischlufthaushalt einigermaßen im Gleichgewicht zu halten.




Heizöl habe ich jetzt erstmal genug. Der zehn-Liter-Kanister hat vorne und hinten nicht gereicht. Also habe ich mir noch einen größeren Kanister besorgt und den heute gleich voll gemacht. So muss ich nicht mehr nach jedem Arbeiten zum Ölhändler dackeln, sondern könnte theoretisch mal einen ganzen Tag durcharbeiten.

Theoretisch.




Und warme Füße sind schon was schönes?!




Vor allem, wenn man die Hälfte der Zeit vor technischen Zeichnungen verbringt und versucht, sich zusammenzureimen, was man denn noch alles braucht, bzw. wonach man suchen muss.




Alle blau umkringelten Teile muss ich mir noch irgendwie besorgen. Und dann machen wir die Winde fertig!

O.k.?!




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8 Kommentare / Ratschläge

Anonymous Anonymous hat gesagt...

aua, das mit dem Schneideisen hätte wirklich ins Auge gehen könne, normalerweise wird ja auch die Schraube eingespannt, aber das weisst du ja jetzt ;-)
gruss Marcus-vm

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Das Problem ist, dass Schneideisen gehärtet sind, du hast das Ding vorgepannt im Schraubstock und dann ist es aufgrund fehlender Zähigkeit, weil eben hart, gesplittert, das es die Manipulation dann mit den Schrauben nicht aushielt.
Es ist eben so, dass man für manche Dinge ein wenig Fingerspitzengefühl braucht, das man nur durch Übung erreicht. ( Hatte ich übrigens mal drauf hingewiesen, als du eine solches Ratschwindeisen für Gewinde bohrer gezeigt hast,, aber das Ding hast du ja mittlerweile zur Seite gelegt;)
But keep on going.

Viele Grüsse

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Wenn Du die Teile nicht in Deinem Handbuch findest, dann schau einfach in den Mikrofilm (ET-Katalog) nach.!
Übrigens vorige Woche war Marcus bei mir und er hat mir mit den Felgen für meine TA28 weiterhelfen können.
Liebe Grüsse
Jüla

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Mensch Meier, Jlück jehaapt...

Kurz mal was zum Thema Arbeitsschutz:
Leg' dir eine schicke Schutzbrille zu. Die Dinger sind mittlerweile so leicht und bequem, die kann man permanent tragen (beim Schrauben).

Gruß Ralle
(der schon mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich einen Span vom Doc. aus dem Auge pulen zu lassen...)

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Anonymous Alex hat gesagt...

Hi Tsu!

Bin grad über den Umweg "Shop --> Zurück zum Experiment" zum Tag179 gekommen. Der Link von 178 zum 179 scheint kaputt zu sein.

Andere Baustelle:
Du hast doch noch den Diesel von deiner Kiste, oder? Dann könntest du den über die Heizkanone doch "entsorgen". Diesel ist reiner als Heizöl und sollte sowieso nicht ewig und drei Tage rumstehen. 2 Jahre sind schon sehr arg. Oder hast du den anders verheizt?

Dann noch gut Holz!

Alex

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Anonymous Tsuppari hat gesagt...

mann hab ich ein schlechtes gewissen, wenn ich jedes mal zwischen tür und angel hier rein schaue und mich gar nicht auf eure kommentare melde. das mit dem schneideisen ist ja echt nochmal gut gegangen. gut, wenn man aus solchen situationen lernen kann, ohne, dass es daneben gegangen ist. so ne leichte brille könnte ich mir echt mal besorgen.

jürgen: werde die microfiches am wochenende mal durchforsten. du hattest ja schon mal gesagt, dass es dort noch seiten drin gibt, die im elektronischen teilekatalog unter den tisch gefallen sind. vielleicht werde ich ja fündig. hat es mit den felgen denn jetzt geklappt? freue mich auf die jungfernfahrt mit der celica.


@alex: auf der kanone steht extra "leichtes heizöl" nehmen. kann mir das egal sein, was ich verwende? habe aktuell, glaube ich, auch schon schwereres heizöl drin. jedenfalls war es etwas zähflüssiger, als das, das ich zuerst hatte. vom diesel habe ich tatsächlich noch rund vierzig liter vorrrätig. da haste ja echt gut aufgepasst. ;-)

bin schon die ganze woche in süddeutschland und jetzt gerade in frankfurt unterwegs. mal schaun, wie ich am wochenende die zeit finde, am wagen weiter zu kommen. oh mann. die zeit....

haut rein!

Peer

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Soweit ich weiß ist Diesel und Heizöl das gleiche; nur ist Heizöl aus steuerlichen Gründen eingefärbt.
MfG Vlado

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Anonymous Anonymous hat gesagt...

Richtig, ein Auto würde auch mit Heizöl funktioneren... nur soetwas macht man ja nicht.

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