Montag, 10. November 2014

Tag 334: Kabellage...

Es ist Mittwoch. Gestern und vorgestern habe ich die Tage 332 und 333 hinter mich gebracht. Hab die Woche "Urlaub in Werkstatttanien" gebucht.

Wand ist raus, Türpfosten wurden vorbereitet.

Vor der Halle liegt der ganze Schutt und auch drinnen häufen sich Säcke mit Folien und Kleinstmüll, Rigipsteile, abgeschnittene C- und U-Profile etc.

Wie zum Teufel soll ich bitteschön das ganze Zeug hier weg bekommen??? Vor allem die fetten stahlbewehrten Betonsäulen und die halben, ebenfalls mit Stahl durchzogenen Gasbetonbrocken.

Kleinkloppen tu ich das Zeug auf KEINEN FALL! Vom Rumkloppen habe ich vorerst genug - und noch zu viel anderes zu tun.

Der Umzugstermin rückt näher.




Ich beiße in den sauren Apfel und bestelle einen Container. Der ist leider doppelt so teuer wie mein Nachbar gemeint hat. Denn was ich hier entsorgen muss heißt nicht "Bauschutt", sondern "Gemischte Baustellenabfälle". Aber dafür kann ich (bis auf die einzelnen Asbeststücke, die beim Torabbruch angefallen sind) darin auch wirklich alles entsorgen.

Nur, wie ich die Betonsäulen da rein krieg: Diese Frage ist bis erstmal noch nicht geklärt.

Die klär ich heute auch nicht mehr.




Denn heute kommt J.D.

J.D. (JayDEE is in da House!) war der Kumpel, der dem Experiment damals an Tag 20 dem Experiment das hier (Bitte klicken!) verpasst hat!

Und heute ist JayDee back in da House!!!

Auch J.D. braucht hin und wieder neue Herausforderungen. Nachdem wir meine Skizze besprochen hatten, und ich bei irgendeinem Onlinehändler haufenweise Zeug bestellt hatte, kommt J.D. heute vorbei, um sich der Sache anzunehmen - und mich dabei als seinen Schergen durch die Hütte zu scheuchen.

Nach dem ollen Loch von letzter Werkstatt und der ganzen Improvisiererei der letzten Jahre habe ich keine Lust mehr auf Kompromisse. Und da mir der neue Vermieter im Umfang meiner Investitionen Mietfreiheit gewährt - und selber ja auch was von einer ordentlich ausgebauten Location hat, kann ich einigermaßen aus dem vollen schöpfen.




Also Ärmel hoch und los.

Wir beginnen mit der Seitenwand, die von der Halle aus noch unbeplankt ist und legen die Kabel für separate Lichtstromkreise und Steckdosenstromkreise.




Aber auch ein Druckluftschlauch wird mit verlegt, der vorne am Tor aus der Wand herauskommen soll.



Da alle Räume separat angebunden und dort Steckdosen und Strom voneinander getrennt sein sollen, kommt einiges an Kabelwirrwar zusammen.




Und es ist teilweise ein ganz schönes Gefummel, die Kabel durch die Öffnungen in den Profilen durchzubekommen. An einigen Stellen mussten wir durchbohren, weil wir beim Setzen von gekürzten C-Profilen nicht darauf geachtet hatten, dass da Kabel durchsollen.

Wieder was gelernt.




Im Raum, der als Lackierkabine für kleinere Lackierarbeiten vorgesehen ist, setzen wir keine Steckdosen, um einer möglichen Explosionsgefahr entgegenzuwirken.







Es wird jeweils eine obere und eine untere Steckdosenleiste geben. Immer im Abstand von 1,20 Meter gibt es abwechselnd oben und unten jeweils eine Steckdose.

Die Ausrichtungslinie wird schnell mit der Schlagschnur gezogen.




Den Bohraufsatz habe ich vergessen zu photographieren.

Total blöd. Gibt einen für 67mm und einen für 68mm Durchmesser von den Steckdoseneinsätzen. Hat man den falschen passen die Dinger nicht. Wegen 1mm.

Hatte natürlich den falschen.

Ein Nachbar hatte aber den richtigen, sodass ich mir einen Weg zum Baumarkt sparen kann.

Foto reich ich nach. Steckdosenlöcher sind ratzfatz gebohrt - nur die ausgebohrten (bzw. gesägten) Rigipsscheiben aus dem Bohrer (der Rundsäge (oder wie das heißt)) rauszubekommen, ist fummelig.




Jetzt werden die hinten verlaufenden Kabel durch die Löcher nach vorne gezogen.








Kabel sind in der Seitenwand alle verlegt. Also können wir beginnen, die Wand zu dämmen, um sie anschließend mit Rigipslagen zu verschließen. Der Nachbarbereich wird übrigens nächste Woche komplett vermauert, weil da Leute ihre Wohnwagen und so drin abstellen.




Puh, da geht einiges an Steinwolle für drauf.




Jetzt wird aber erstmal nebenan noch ein bisschen weiter gemacht.

Kabel alle durchziehen...




Zweite Lage Rigips im Drecksraum ranknallen. (Was für eine messere, Schneiderei, Schlepperei und Halterei!)




Nachdem J.D. Feierabend gemacht hat, fege ich erstmal ordentlich durch...






und fliehe nach Nebenan mit meinem Nachbarn, der mir mit der Rückwand hilft. Da kommen heute auch noch ein paar Platten dran.






Und das war dann auch der Zeitpunkt, an dem Dreck und Rücken nur noch nach Badewanne geschrien haben.

Um in selbiger habe ich dann auch den Tag für mich abgeschlossen.




Morgen ist Donnerstag. Tag 335. Da geht es dann gleich nahtlos weiter...


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10 Kommentare / Ratschläge

Anonymous Christian W. hat gesagt...

Hey Tsu,
seit dem Neustart vor einigen Wochen bin ich wieder jeden Montag (heute mehrmals) auf deiner Seite!
Freue mich tierisch, dass es bei dir (und dann gleich so) weitergeht und wollte das nur mal eben schnell verkommentieren, bevor ich es wieder aufschiebe und dann doch bleiben lasse... ;-)

So geht´s ab im Urlaub - auch bei mir. Da ist man dann wieder froh, sich bei der Arbeit etwas erholen zu können... :-D

LG

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Anonymous Anonym hat gesagt...

solltest du nochmal in die verlegenheit kommen viele schalterdosenlöcher bohren zu müssen, dann besorge dir einen lochbohrer aus dem elektrikgroßhandel.....die haben welche mit federn, die das bohrstück gleich rausdrücken ;-)

lg
heiko

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Anonymous Anonym hat gesagt...

Yo Alter!

Alles Gute zum Geburtstag!!!

Lass es weiter krachen und ruh Dich zwischendurch auch mal aus!

Beste Grüße aus dem Taunus!

Mario

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Anonymous Anonym hat gesagt...

Klasse, so "langsam" geht´s voran.

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Anonymous Anonym hat gesagt...

Schöne Arbeit. Beim verplanken der Rückseite ist dir aber ein fachlicher Fehler unterlaufen. Niemals eine so lange durchgehende Fuge produzieren! Wie im inneren der zukünftigen Werkstatt Platte dranschrauben. Reststück einpassen, anschließend den Rest davon für die nächste Platte rechts daneben verwenden. Ok du siehst den späteren Riss nicht, und falls da noch eine Mauer davorgemauert wird deine Nachbarn auch nicht, aber schick ist es trotzdem nicht.

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Anonymous Anonym hat gesagt...

Die Frage ist hier doch, wozu man eine Rigipswand stellt, wenn der Nachbar eine Mauer hoch zieht???

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Anonymous Anonym hat gesagt...

zitat; Die Frage ist hier doch, wozu man eine Rigipswand stellt, wenn der Nachbar eine Mauer hoch zieht???

na um die kabel darin zu ziehen ;-)))

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Anonymous Anonym hat gesagt...

Darf ich kurz Klgscheissen: Gipskartonwand und Leitung Zitat" Kabel liegen nur im Dreck"
Gruß

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Blogger Tsuppari hat gesagt...

Moinsen, sorry, für die Stille auf Eure Kommentare.

Zur Mauer: Die Nachbarhalle wird außen zugemauert. Also alle Türdurchbrüche bis auf ein großes Tor vorne. Nebenan werden Wohnwagen und Boote eingelagert. Meine Wand mit den durchlaufenden Fugen ist na nur einfach beplankt. Wenn da nebenan irgendwann jemand reingeht, der sich auch Räume bauen will kann der ja noch ne richtige Schicht draufpacken.

@Bü: Was meinst Du? Dass die Kabel in der Wand rumschuppern? Dazu kommt in der nächsten Folge noch eine Ergänzung!

Haut rein!

Gsu

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Anonymous Anonym hat gesagt...

Was ich meine ist: Rigips ist ein Handelsnahme und "Kabel", die nicht im Boden verlegt sind, sind eigentlich Leitungen. Reine Klugscheisserei:) Never mind.

Gruß

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